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Mit Wachstüchern die Bienen retten

von Angelika

 

Unsere Bienenwachstücher sorgen zusammen mit Euch für mehr Blüten und glückliche Bienen!
Anlässlich unserer 10-jährigen Mitgliedschaft bei Mellifera e.V., dem Pionier für wesensgemäße Bienenhaltung, haben wir Neuigkeiten für Euch:

 

Ab sofort spenden wir für jedes verkaufte Bienenwachstuch einen Quadratmeter Blumenwiese an das Projekt „BienenBlütenReich“ des "Netzwerks Blühende Landschaft".

 

Unser Ziel ist es, mit Eurer Hilfe 10.000 qm Blumenwiese zu ermöglichen und das Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten zu verbessern.

Und warum das Ganze?

 

Beim Kauf eines Bienenwachstuchs mit diesem Aufkleber spendest du 1qm Blumenwiese.
Beim Kauf eines Bienenwachstuchs mit diesem Aufkleber spendest du 1qm Blumenwiese.

 

Insektensterben und gefährdete Wildbienen
Insekten haben es heutzutage schwer, ihr Bestand geht drastisch zurück. Dafür sorgen zum Einen ausgeräumte Landschaften: große kultivierte Acker- und Weideflächen auf dem Land, zugepflasterte Vorgärten in der Stadt – vor allem die Wildbienen finden in dieser Situation immer weniger Nahrung. In Deutschland gelten 220 der knapp 600 Wildbienen-Arten als gefährdet, 31 sind sogar vom Aussterben bedroht.


Schuld daran ist auch der großflächige Einsatz von Pestiziden in der intensiven Landwirtschaft. Besonders gefährlich sind Nervengifte aus der Gruppe der Neonikotinoide. Sie stören das Gedächtnis und den Orientierungssinn der Bienen und schwächen ihr Immunsystem, was sie anfälliger für Krankheiten macht. Viele Landwirte setzen sie großflächig ein, aber auch im Privatgarten sind sie zu finden. Im April verbot die EU zumindest drei Wirkstoffe aus der Gruppe für den Einsatz im Freien. Trotzdem sind noch genügend gefährliche Pestizide in der Natur zu finden und es werden bereits neue Super-Gifte entwickelt. Erst vor kurzem bestätigte eine neue Studie, was Umweltschützer längst vermuteten: Auch Glyphosat schädigt die Darmflora und das Immunsystem von Bienen, wie unter anderem der BR berichtet.


Seit 2006 ist die Rede vom großen „Bienensterben“ oder vom „Völkerkollaps“ (Colony Collapse Disorderm CCD), der die ganze Nordhalbkugel des Planeten betrifft. Ganze Völker kehren nicht mehr in Ihre Stöcke zurück. In Deutschland waren es im Winter 2016/2017 etwa 170.00 Völker.  Neben Pestiziden und Futtermangel zählt auch der Befall mit Parasiten, vor allem der Varroa-Milbe, zu den Ursachen, die noch nicht vollständig erforscht sind.

Bienen als Garanten für unser Ökosystem
Ein großes Problem. Denn blütenbestäubende Insekten wie die Bienen sind essenziell für den Fortbestand unseres Ökosystems. Sie sichern durch Bestäubung die Erträge menschlicher Nutzpflanzen und erhalten die Wildvegetation, die Lebensgrundlage vieler Tierarten ist. Wir hätten ohne Bienen nicht nur ein großes Ernährungsproblem, sondern auch die Biodiversität würde drastisch zurückgehen. Bienen sind deshalb, neben Schweinen und Rindern, die wichtigsten Nutztiere des Menschen.

 

Wichtiger als der Honig ist ihre Bestäubungsleistung. Wer gerne Zahlen sprechen lässt: 80 % aller Obst- und Gemüsesorten sind auf Bestäubung durch Bienen angewiesen, die Wertschöpfungsleistung entspricht nach Schätzungen weltweit etwa 200 bis 500 Milliarden Euro pro Jahr.

Wie es aussieht, wenn die Bienen verschwunden sind, ist leider heute schon in der chinesischen Provinz Sichua zu sehen. Dort wurden fast alle Insekten durch den Einsatz von Pestiziden getötet, die Bestäubung der Pflanzen müssen die Menschen per Hand vornehmen. Ein interessanter Beitrag zum Thema auf 3Sat zeigt, wie wenig die Menschen aus ihren Fehlern lernen.

 

Eine artenreiche Blumenwiese ist auch für Schmetterlinge und viele andere Insekten überlebenswichtig.
Eine artenreiche Blumenwiese ist auch für Schmetterlinge und viele andere Insekten überlebenswichtig.

 

Die Land(wirt)schaft wieder zum Blühen bringen
Eine Gruppe von Imkern, Landwirten und Naturschützern hat deshalb 2003 auf Initiative von Mellifera e.V. und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden das „Netzwerk Blühende Landschaft“ gegründet. Gemeinsam entwickeln sie insektenfreundliche Bewirtschaftungsformen uns sensibilisieren Politik und Gesellschaft für das wichtige Thema.


Das 2016 vom Netzwerk ins Leben gerufene Projekt „BienenBlütenReich“ kümmert sich darum, dass mehr Blühflächen auf landwirtschaftlichen Betrieben und im öffentlichen Raum entstehen; über 100 Hektar neue Blühflächen kommen so im Jahr zusammen. Ob am Wegesrand, auf Schulgrundstücken, im Kloster oder auf großen landwirtschaftlichen Flächen: Viele Menschen helfen mittlerweile zusammen und hegen und pflegen bienen- und insektenfreundliche grüne Areale. Sie dienen als Lebensraum für Insekten, als Nahrungs-, Rückzugs- und Brutort. Dort gedeihen Nützlinge wie Marienkäfer, die Schädlinge auf natürliche Weise bekämpfen und bedrohte Vögel-  und Säugetierarten, wie der Feldhase, fühlen sich dort wohl.


Wer selbst keine Zeit oder keine Fläche hat, um selbst eine blühende Landschaft anzulegen, kann, wie wir, Blühpate werden. Wir spenden für jedes verkaufte Bienenwachstuch einen Quadratmeter Blumenwiese. Somit unterstützt Ihr das Projekt mit einem Einkauf bei uns ganz automatisch. Wir sind gespannt, wie schnell „unsere“ Blühfläche wächst!

Im unteren Bereich auf unserer Homepage findest du einen Zähler für unsere Blumenwiese, den wir laufend aktualisieren.

 

 


Blühpate werden

Vielleicht habt Ihr ja Lust, selbst Blühpate zu werden? Oder die Patenschaft zu verschenken? Eine gute und nachhaltige Geschenkidee für das kommende Weihnachtsfest, die absolut keinen Müll produziert. Hier erfahrt Ihr mehr: Ich will Blühpate werden



Was kann ich im eigenen Garten für die Bienen tun?

 

Heimische Pflanzen
Ihr könnt zudem im wahrsten Sinne des Wortes vor der eigenen Haustür etwas für bessere Lebensbedingungen der Bienen tun. Pflanzt zum Beispiel vorwiegend heimische Pflanzen, die gut mit unserem Klima und den Bodenverhältnissen zurechtkommen und pflegt sie gut. Je widerstandsfähiger sie werden, desto besser. Es gibt viele Wildbienen die auf eine Blumenart spezialisiert sind und nur mit dieser existieren können.

 

Mischt Eure Pflanzen, um Schädlingen wenig Angriffsfläche zu bieten und lasst „Wildnis“ im Garten zu. Das heißt: Mäht nicht zu viel und lasst verblühte Stauden stehen. Dort nisten viele Insekten und überdauern den Winter.

 

Kräuter & Nützlinge
Wählt bienenfreundliche Pflanzen ohne gefüllte Blüten aus. Küchenkräuter lieben die schwarz-gelben Summer ganz besonders, darum unbedingt blühen lassen.

 

Statt Insektengift einzusetzen, könnt Ihr die Schädlinge absammeln, Netze anbringen, mit Pflanzensud gießen oder Nützlinge wie die Schlupfwespen aussetzen. Als Belohnung für einen bienen- und insektenfreundlichen Garten erhaltet Ihr oft eine reiche Ernte.


Mehr Tipps zu bienenfreundlichem und pestizidfreiem Gärtnern findet Ihr auf der Seite des BUND.

 

 

 

Wir freuen uns, wenn du diesen Artikel an deine Freunde & Bekannte weiterleitest oder in den sozialen Netzwerken teilst, damit wir gemeinsam so viele Blumenwiesen wie möglich anlegen können!


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